Tschau

Oh, wie ist das schön, singens nebenan, ich lass die Füße der Donau entgegen baumeln, jetzt sitz ich also auch hier an diesem Partyzonekanal und guck mir die Studentinnen von der Angewandten aus. Frisch geimpft und endlich wieder völlig einsatzfähig.

Noch frischer von Herrn Haufen Scheisse Papa endlich statt gefundenem Begräbnis, die dritte Welle hat ihn erfolgreich dahingerafft, ist nicht gut in Pandemiezeiten die

Twinks von der Pratersauna

mit nach Hause zu nehmen weil man es nicht aushalten ohne frische Früchte.

Dann habe ich mir mit noch nie zuvor gesehenen Halbschwesterchen beim Anwalt die kleine hässliche Wollzeilenwohnung geteilt, sie die Wohnung , ich nen Scheck, Mensch, darauf musste ich solange warten, vielleicht hätte es die angehusteten Postkarten gar nicht gebraucht, aber sicher war sicher.

Jetzt strahle ich der Sonne entgegen , das Around the World Ticket in der Tasche, das Airbook werde ich wohl erst in Bangkok fertig einrichten. Der Blog kann zwei, drei Tage auf mich verzichten, ich time sowieso immer um die wahren Uhrzeiten herum. Fiktion und Realität finden gleichzeitig statt aber es ist jedem egal.

Ich habe zuerst einmal ein Date mit Mae Po stilecht in der Khao San und vielleicht ist sie ja wirklich der ideale Reisegefährte der mir noch fehlt. Vielleicht bleibt sie auch lieber Bargirl für die anderen noch älteren weißen Säcke.

Dann geht es eben alleine mit dem Zug in ein Hippie Resort an der Küste um sich mal richtig auszuspannen, ohne Ablaufdatum, Pilzomelett am Strand, meditieren, den Buddhismus in ein praktisches modernes Denken und Lieben verwandeln. Immer weiter lernen. Ich habe ganz viel Socialising nachzuholen, aber das geschieht auf Reisen eh meist von selbst.

Mutters Asche ist derweil samt Billigurne vom Restmüllwagen abgeholt, und meine beiden Büchlein über den selben Unsinn über den ich hier schreibe werden wahrscheinlich reichen um auch die Zeit nach dem Verbrauch des Erbes ein Nomadenleben in der zweiten Klasse zu führen.

Von Low Budget Country zu Low Budget Country. Manchmal Lohnsklave für anerkannte Green Economy or Medien.

Die Interessanten und die Mutigen miteinander und bekannt zu machen, darüber zu posten, zu connecten, alles ohne all diesen sinnlosen Kram, mit dem sich Hinz, Kunz und die anderen vom

Dodelweg 8-15

ihre Lebendigkeit vorflüstern. Darum gehts, die rauhe Schale hat sehr wohl den guten alten grünen transformativen achtsamen Kern.

Ein Buch über ein Blog in einem Blog über ein Buch zu bloggen ist dann doch der Point of no return, den du dir hart erarbeiten musst. Da kommt Respekt auf, der nicht mit Nischenbedeutung abgetan werden kann. Da ergeben plötzlich vielen Beschimpfungen und schnörkellose Direktheit einen Sinn. Der ist wirklich unterwegs zu sich selbst.

Kompliment , alter Mann, besser als wie Bukowsky nur noch zwischen Rennbahn und Whiskyflasche auf das eine oder andere Groupie zu warten, wenn man schon schreibt, dann kann man sich dabei auch den eigenen Worten gemäß verflüchtigen, sich nicht darauf verlassen, das ein anderer dich liest, ernst nimmt, und etwas aus sich macht.

Da kann man schon wenigstens zu den Groupies fahren, möglichst Klimaschonend wo immer sinnvoll mit dem Train. An das E-Trike-Projekt habe ich mich dann doch nicht ganz gewagt, mehr weil ich befürchtete, misstrauisch wie ich geworden, das es zu oft gestohlen wird.

Die Welt ist kein romantischer Ort wie uns die Showrunner glauben machen möchten um zum durchhalten zu motivieren. Von Deppenbadge zu Deppenbadge. Auch darum geht es im Mindful Traveller. Das ist kein Om für traumverlorene Yoginas und Joes. Das ist umwerfende Schönheit neben verkommenen Dreck. Müllkippenkinder und Fischereiflottensklaven während wir zum Vollmond tanzen.

Ein Lonely Planet über die schönsten Zugreisen war mit ausschlaggebend, aber eigentlich jeder Tag während der Pandemie. Wie Ohrfeigen prasselten die ungereisten Tage und Nächte über meine Balkonstartrampe und die dir bliebt nur das Fressen Wampe.

Dieser Blog, meine Bücher und Texte, Activities und Popups sind keine die es sich richten wie man es braucht, sie sind ein abschnüren der Mentalität die uns in die Scheiße geritten hat. Und dennoch bin ich ja Teil dieses Armageddons, nicht nur Chronist, ich denke die nächsten dreißig Jahre auf Reisen zu sein ist ein guter Plan.

Vielleicht haben wir es dann bei der nächtsen Bilanz 2050 genauso hinbekommen, wie ich jetzt sehe das wir es in den letzten dreißig Jahren vergeigten.

Der Flug geht erst um Mitternacht, aber ich bin warten inzwischen gewohnt. Und beobachten schon immer. Die betrunkene verzweifelte Verdräng-Ausgelassenheit der Menschen ist einem viel ruhigeren Glück gewichen, es wird immer ein paar selten dämliche Gestalten geben, Ballermann und Ballerfrau sind an jeder Ecke existent.

Aber die meisten sind alters unabhängig so etwas von erleichtert. Es ist mehr oder weniger bis zur nächsten Katastrophe vorbei.

Ich bin sicher hier könnten sich bei hundert mal fragen, 3, 4 oder mehr finden die mit ein steigen würden heut Sommerabendlich.

Es ist wirklich Zeit zu gehen

Hier in der Provinz der ewigen Zwerge die sich für Hobbits halten und Kobolde sind ist jeder Quadratwinkel Alltag durchleuchtet und spezialisiert, zugespitzt, umgedreht, autopsiert.

Selbst der Couchsurfer Chat ist wieder voller, auch wenn Wien noch etwas Dornröschen sein dürfte, bis wir alle wirklich wieder innerlich wissen was wir in den Nachrichten bestätigt bekommen. Was die Touristiker erträumen. Big Ship needs time to turn. Ich bin ein leichtes Segelboot mit Notstromaggregat namens Reisekrankenversicherung und Zwei vollen Ersatzbackpacks in einem Schließfach, dessen Schlüssel meine Töchter haben.

Es ist paradox wie leicht das schreiben plötzlich wird, wo es zu Hause quälte, unbeweglich verharrend, Stellen trampelnd. Ich flausche über die Tastatur, auch die Fotografien sind jetzt wieder authentischer, mir kommen gar versöhnende Entschuldigungen einigen Gedissten gegenüber in den Sinn, welche ich verwerfe, lassen wir uns ehrlich darauf ein, dann habe ich die letzten zwei Jahre nichts wronges gewritet, ich war lediglich etwas zu aggressiv und underfucked.

Und dein hundertstes Chilli Vegan ist dann auch nicht mehr so lecker wie du vorgibst.

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